05. Dez 2018

Legal Tech und das anwaltliche Berufsrecht
Markus Hartung (CLP Bucerius Law School)

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Zusammenfassung des Vortrags von Markus Hartung

Menschen neigen dazu, sich für die Wiederholung bereits bekannter Krisen zu präparieren, anstelle vorausschauend das Künftige zu gestalten (sog. Maginot-Strategie). In Bezug auf die Anwaltschaft bedeutet das den Versuch einer Verteidigung des Berufsmonopols gegen neue internetbasierte Geschäftsmodelle durch den Ruf nach Regulierung in Gestalt von Verboten. Charakteristisch für die digitale Transformation ist der Bedeutungszuwachs von Plattformen, während Anbieter und Nachfrager zunehmend auswechselbar werden.

Das in BRAO (Berufsordnung für Rechtsanwälte) und RDG (Rechtsdienstleistungsgesetz) geregelte Berufsrecht der Anwaltschaft bewegt sich nicht am Puls der Zeit, insbesondere das anwaltliche Gesellschaftsrecht (§§ 59a, 59e BRAO), Gebührenrecht (§ 49b BRAO) und die Werberegulierung (§ 43b BRAO) sollten überdacht werden. Erhebliche Rechts- und damit Investitionsunsicherheiten bestehen zur Reichweite der Inkassoerlaubnis.

Die Begehung des direkten Weges zum Ziel kann nicht wegreguliert werden, im Konkreten die Suche nach Rechtsschutz im Internet. Für das anwaltliche Berufsrecht besteht daher ein regulatorischer Veränderungsdruck.

Unterlagen zur Veranstaltung

Legal Tech und das anwaltliche Berufsrecht
21. Nov 2018
19. Dez 2018